DAS KETO PRINZIP

DAS KETO PRINZIP

Einer der Hauptbestandteile der ketogenen Ernährung ist Fett. Und trotzdem soll man aber abnehmen? Diese Feststellung weckte Neugierde in mir. Daher machte ich mich auf die Suche nach mehr Informationen. In meiner Recherche bin ich unter anderem auf Dr. Bruce Fife gestossen. Er ist Ernährungsexperte, Naturarzt und Autor von mittlerweile mehr als 20 Büchern rund um Gesundheits- und Ernährungsthemen. Vor allem beschäftigt sich der Pionier mit der ketogenen Ernährung und der Verwendung von Kokosöl. In seinen Büchern ‚Das Keto Prinzip‘ und ‚Mein Keto-Kochbuch‘ berichtet er ausführlich über diese besondere Form von Ernährung und stellt zahlreiche Rezepte vor. In diesem Blogeintrag möchte ich euch einen kleinen Einblick geben.

WAS IST DAS PRINZIP DER KETOGENEN ERNÄHRUNG?

Die ketogene Ernährung ist eine Ernährungsform die den Körper in einen Zustand versetzt, wo er Fett anstatt Zucker (Glukose) als Hauptbrennstoffquelle verwendet. Diesen Zustand nennt man Ketose, welcher aber nur in Form von aufgenommener Nahrung entstehen kann und daher auch ernährungsbedingte Ketose genannt wird. Im Grunde ist das, einfach und kurz erklärt 😉 , das Prinzip der ketogenen Ernährung. Aber wie kommt unser Körper nun in diesen Zustand?

DIE ERNÄHRUNGSBEDINGTE KETOSE

Im Wesentlichen beschränkt sich die ketogene Ernährung auf eine kohlenhydratarme, fettreiche und proteinhaltige Ernährung. Prozentuell gesehen heisst das 60 – 90 % Fett, 15 – 20 % Proteine und 0 – 15 % Kohlenhydrate am Tag. Dies sind nur Richtwerte und müssen nicht immer genau bei jeder Mahlzeit eingehalten werden, auf den Tag verteilt, sollten jedoch diese Grenzwerte eingehalten werden. Und ja du hast richtig gelesen, bis zu 90 % Fett! Viele Menschen haben immer noch Angst vor Fetten, vor allem vor gesättigten Fettsäuren. Denn in Wirklichkeit essen wir heute weitaus weniger Fett als früher. Vor 50 Jahren bestand die tägliche Kalorienzufuhr aus etwa 40 % Fett, heute sind es nur mehr rund 32 %. Obwohl wir mehr fett- und kalorienarme Speisen und Getränke zu uns nehmen, mehr Diäten machen, den Zucker durch künstliche Süßstoffe ersetzen uvm., nimmt die Gewichtszunahme der Bevölkerung stetig zu. Doch warum ist das so?

Dr. Bruce Fife ist davon überzeugt, dass fettarme Diäten auf Dauer nicht funktionieren. Sie sind nicht natürlich, nicht gesund und fördern langfristig die Gewichtszunahme anstatt die -abnahme. Denn was den meisten Diäten fehlt ist Fett. Es mag sich seltsam oder sogar widersinnig anhören, aber man muss Fett essen, um Fett abzubauen. Diese Tatsache beweist die sogenannte Framingham-Studie welche schon im Jahr 1948 begann. Diese Studie wurde auf die gesamte Lebenszeit der Versuchspersonen, welche sich freiwillig zur Verfügung gestellt haben, ausgelegt. Nach mehr als 40 Jahren Forschung wurde vom Leiter, Dr. William Castelli, festgestellt: Je mehr gesättigte Fettsäuren, Cholesterin und Kalorien die Versuchspersonen zu sich nahmen, desto NIEDRIGER war der Blutcholesterinspiegel. Zudem wurde festgestellt, dass die Personen mit dem meisten Verzehr weniger Gewicht wogen.

Wer also langfristig gesund und nachhaltig abnehmen möchte, sollte eine fettarme Ernährung meiden.

DIE VORTEILE DER KETOGENEN ERNÄHRUNG

Ursprünglich (1920) wurde die ketogene Ernährung zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt. Und bis heute ist sie die einzige Therapie, die bei Epilepsie erfolgreich angewendet wird. Nachfolgende Erkrankungen oder Beschwerden können im Zuge einer ketogenen Ernährung verbessert werden:

  • Allergien
  • Arthritis
  • Asthma
  • Bluthochdruck
  • Chronische Entzündungen
  • Diabetes
  • Fruchtbarkeitsprobleme
  • Hautstörungen
  • Herz-Kreislaufprobleme
  • Migräne
  • Nierenerkrankungen
  • Übergewicht/Fettleibigkeit
  • Verdauungsprobleme
  • und viele viele mehr

Der Hauptfokus dieser Ernährungsform liegt also darin, den Menschen zu helfen, wieder gesund zu werden oder zu bleiben. Die Gewichtsabnahme ist dabei lediglich eine positive Begleiterscheinung 😉 . Daher ist die ketogene Ernährung eigentlich keine Diät, sondern viel mehr eine Änderung der Lebensweise. Das Programm teilt sich auf drei Phasen auf. Die Einleitungsphase, welche in eine kohlenhydratarme Ernährungsweise einführt und den Körper auf eine Veränderung vorbereitet. Die zweite Phase ist die Abnehmphase. Der Körper geht in den Zustand der Ketose und baut in dieser Zeit das meiste Körperfett ab und verbessert die Gesundheit. In der dritten Phase, der Erhaltungsphase, soll das neue Körpergewicht und das Gesundheitsniveau dauerhaft gehalten werden.

KETOGEN ALSO GLEICH LOWCARB?

Nein, natürlich nicht. Grundsätzlich lässt sich sagen, alle ketogenen Rezepte sind kohlenhdyratarm, aber nicht alle kohlenhydratarmen Rezepte sind ketogen. Ketogene Rezepte konzentrieren sich vordergründlich auf frische, natürliche Nahrungsmittel und Vollwertprodukte, ohne chemische Zusatzstoffe, schädlicher Fette und ohne synsthetische Süßstoffe. Keines der richtigen ketogenen Rezepte enthält Gluten oder Getreide.

Es ist essentiell wichtig, die Kohlenhydrataufnahme massiv zu beschränken, denn dein Körper bildet nur dann Ketone, wenn dein Blutzuckerwert niedrig ist. Um einen ketogenen Zustand zu erreichen, solltest du deine Netto-Kohlenhydrataufnahme auf weniger als 40 Gramm pro Tag beschränken, wobei nicht mehr als 15 Gramm auf eine Mahlzeit ausfallen sollten. Netto-Kohlenhydrate bezeichnen die Gesamt-Kohlenhydrate minus Ballaststoffe – diese werden nämlich als Kohlenhydrate definiert, liefern aber keine Kalorien. Eiweiß sollte auf 60 – 90 Gramm beschränkt werden, abhängig von deiner Körpergröße und dem Ausmaß deiner körperlichen Aktivitäten. Der Rest und somit auch die Grundlage der ketogenen Ernährungsform beschränkt sich auf Fette.

 

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen aber vor allem aufschlussreichen Einblick in die ketogene Ernährungsform geben und vielleicht den ein oder anderen dafür begeistern sie einmal selbst auszuprobieren 🙂 . In den kommenden Wochen erwarten euch übrigens noch viele weitere informative Blogeinträge und Rezepte zu dieser speziellen Art von Ernährung.

Weitere Infos bzw. Rezepte findest du hier: