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DIE KRAFT DER PARTNERSCHAFT – WIE ÖOC UND TECHNOGYM ÖSTERREICH DEN WEG NACH MILANO CORTINA NEU DEFINIEREN

Interview mit Horst Nussbaumer (Präsident ÖOC), Gottfried Wurpes (CEO Technogym Österreich) und Peter Papula (Fitness News)

Papula: Die Verlängerung der Partnerschaft zwischen dem Österreichischen Olympischen Comité und Technogym Österreich bis Ende 2027 sorgt in der Branche für viel Aufmerksamkeit. Für viele gilt sie als strategische Weichenstellung in Richtung Mailand Cortina 2026. Herr Präsident Nussbaumer, was bedeutet dieser neue Kooperationsvertrag für das ÖOC?

Nussbaumer: Es bedeutet vor allem Stabilität und Stabilität ist im Spitzensport ein seltenes Gut, aber Grundstein für nachhaltigen Erfolg. Wir möchten Trainingsqualität, Regeneration und Leistungssteuerung auf Weltklasse-Niveau bringen, aber das ist ohne verlässliche Partner nur schwer möglich. Technogym bringt nicht nur moderne Technologie, sondern einen Spirit von Innovation, Präzision und echter Leidenschaft für den Olympischen Sport ein. Diese Kombination erzeugt Vertrauen. Und diese Sicherheit brauchen unsere Athletinnen und Athleten, um sich auf den größten Sport-Bühnen der Welt ohne Kompromisse auf ihre Leistung konzentrieren zu können.

Papula: Herr Wurpes, Sie führen Technogym Österreich seit Jahren mit einem klaren Fokus auf Trainingsdisziplin, Nachhaltigkeit und langfristige Wirkung. Was macht die Zusammenarbeit mit dem ÖOC für Sie persönlich so besonders?

Wurpes: Mich berührt an dieser Partnerschaft vor allem die Tiefe. Wir arbeiten nicht an kurzfristigen Peaks, sondern an nachhaltigen Entwicklungspfaden für österreichische Athletinnen und Athleten. Diese Menschen repräsentieren unser Land und sie investieren Jahre, oft Jahrzehnte, in ihre Träume. Dafür verdienen sie das bestmögliche Equipment. Und genau daran arbeiten wir täglich. Für uns bedeutet der verlängerte Vertrag auch eine Bestätigung, dass unser Engagement, unsere Innovationskraft und die Werte, die wir vertreten, einen realen Unterschied machen.

Die Perspektive Milano Cortina: Eine gemeinsame Mission

Papula: Mailand Cortina 2026 gilt als Meilenstein, als europäische Spiele, die Tradition und Innovation vereinen. Herr Nussbaumer, wie verändert sich der olympische Vorbereitungsprozess durch diese langfristige Partnerschaft?

Nussbaumer: Wir reden hier nicht nur über Equipment oder Technologie. Es geht um ein ganzheitliches System, das Athletinnen und Athleten durchgehend begleitet, intelligent, strukturiert und abgestimmt auf individuelle Bedürfnisse. Das ist für uns ein Paradigmenwechsel. Und Mailand Cortina 2026 ist dafür ein idealer Zeitpunkt. Die Wettbewerbe werden anspruchsvoller, die Dichte an Top-Athleten wird größer und die mentale Belastung ist höher als je zuvor. Mit Technogym an unserer Seite können wir Sportlerinnen und Sportler nicht nur fit machen, sondern sie auch über Monate und Jahre resilient halten. Das ist heute die eigentliche Währung im Spitzensport.

Das Technogym Champions Programm mehr als Training

Papula: Herr Wurpes, das Technogym Champions Programm ist ein zentraler Baustein Ihrer Strategie. Viele sprechen darüber, aber wenige verstehen, wie umfassend es eigentlich ist. Können Sie das Programm einordnen?

Wurpes: Das Champions Programm ist im Kern eine Haltung. Es geht darum, Menschen ob Spitzensportler, Trainer oder Verbände systematisch zu befähigen, Disziplin und Nachhaltigkeit als Lebensstil zu begreifen. Es ist kein Produkt, sondern ein Konzept der stetigen Verbesserung. Wir verbinden dabei modernste Trainingswissenschaft, digitale Analysen und individuelle Betreuung. Für uns steht immer die Frage im Raum: Was bringt einen Athleten langfristig weiter? Nicht nur heute, nicht nur nächsten Monat, sondern über ganze Karrieren hinweg.

Nussbaumer: Und genau hier finden wir als ÖOC eine echte Symbiose. Das Champions Programm entspricht dem Olympischen Gedanken, Exzellenz entsteht durch Konsequenz. Durch Übungen, die täglich wiederholt werden. Durch Entscheidungen, die auch dann getroffen werden, wenn niemand zusieht. Im Sport wird oft über Talent gesprochen, aber die Olympiasieger und Weltmeister, die ich kennenlernen durfte, hatten vor allem eines, die Disziplin als tägliche Verpflichtung.

Nachhaltigkeit als gelebte Verantwortung

Papula: Beide Institutionen sprechen immer wieder von Nachhaltigkeit. Allerdings nicht im engen ökologischen Sinne, sondern viel breiter gedacht als Verantwortung für Mensch, Umfeld und Zukunft. Wie sieht diese Nachhaltigkeit in der Praxis aus?

Wurpes: Nachhaltigkeit bedeutet für uns, Strukturen zu schaffen, die auch in Jahren noch Bestand haben. Das betrifft Trainingsstätten und Trainingsprozesse, mentale Gesundheit, die Qualität von Bewegungsmustern und sogar die Art, wie wir Projekte im Land umsetzen. Wir wollen bewusste Athleten, die verstehen, warum sie trainieren, wie sie trainieren und mit welcher Konsequenz. Das Champions Programm fördert genau diese Bewusstheit.

Nussbaumer: Für das ÖOC bedeutet Nachhaltigkeit, ein Umfeld zu schaffen, das Athletinnen und Athleten umfassend stärkt. Leistung ja, aber nicht um jeden Preis. Der professionelle Hochleistungssport hat in den letzten Jahren immense Dynamik gewonnen und wir haben die Verantwortung, unsere Athletinnen und Athleten durch diese Intensität hindurchzuführen. Mit Partnern wie Technogym, die eine Vision über Medaillen hinaus verfolgen, gelingt uns diese Balance, um erfolgreiche, aber vor allem auch gesunde und bewusste Olympioniken zu formen.

Die emotionale Dimension und warum diese Partnerschaft wirkt

Papula: Sie sprechen beide über Haltung, Verantwortung, Disziplin. Dennoch ist Sport immer auch Gefühl. Stolz. Leidenschaft. Was ist die emotionale Kraft dieser Partnerschaft?

Nussbaumer: Es ist der Moment, wenn ein Athlet nach Jahren der akribischen Vorbereitung, der Entbehrungen und der Überwindung sagen kann: Ich bin bereit! Dieses Vertrauen entsteht nicht durch Zufall. Es entsteht, weil ein Team aus Trainern, Experten, Partnern und Technologie zusammenarbeitet und gemeinsam die Grundlage für diesen Moment schafft. Diese Partnerschaft trägt dazu bei, dass unsere Athleten wissen, dass sie die bestmögliche Unterstützung haben, um ihre olympischen Träume zu verwirklichen.

Wurpes: Für mich ist der emotionale Kern folgender: Wir glauben an die Menschen, die wir begleiten. Wir sehen ihre Hingabe, ihre Opfer, ihre Träume. Als wir den Vertrag verlängert haben, war das für mich kein nüchterner Akt. Es war eine Verpflichtung. Eine Verpflichtung, alles zu geben, damit unsere Athleten optimale Voraussetzungen bekommen. Diese Leidenschaft verbindet uns mit dem ÖOC.

Blick in die Zukunft

Papula: Wenn Sie heute in die Zukunft blicken – was wünschen Sie sich für diese Partnerschaft?

Nussbaumer: Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam eine neue olympische Generation von Athletinnen und Athleten hervorbringen, die körperlich stark, mental stabil und in ihrer Haltung vorbildlich sind. Milano Cortina soll ein Höhepunkt werden. Aber der eigentliche Erfolg ist, wenn wir langfristig Strukturen schaffen, die auch kommenden Generationen dienen.

Wurpes: Ich wünsche mir, dass wir mit unserer Arbeit ein Umfeld schaffen, in dem Athleten das Beste aus sich herausholen können – mit Freude, mit Disziplin und mit einem Gefühl der Sicherheit. Und dass Milano Cortina ein Symbol dafür wird, was möglich ist, wenn zwei Organisationen dieselben Werte teilen.

Schlussfrage

Papula: Wenn Sie all das in einem Satz sagen müssten, was beschreibt die Partnerschaft am treffendsten?

Nussbaumer: Eine Verbindung aus Haltung, Verantwortung und modernster Technologie, mit dem Ziel, Athletinnen und Athleten langfristig besser zu machen.

Wurpes: Eine Partnerschaft, die aus Leidenschaft entsteht und Athleten nachhaltig stärker macht.

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